Nik Hug / Mario Segalla

Medienmitteilung

In Uznach wird legal gesprayt

Zwei Sprayer aus der Zürcher Graffitiszene sind für einen Monat in Uznach zu Gast. Alles legal. Und mit grosser Ernsthaftigkeit.

Wenn Nik Hug sein Skizzenbuch öffnet, wird deutlich, dass sprayen nicht einfach chaotisch und spontihaft ist. Es geht um die Ausdrucksform der eigenen Person, die teilweise in ein Konzept umgesetzt wird. Nicht zufällig werden die Sprayer auch „writers“ genannt. Sie erzählen eine Geschichte.

Die Brücken, Mauern und Fabrikhallen in den Städten machen deutlich, dass es auch unter den Sprayern Arrivierte, Experimentierende, Chaotische und Suchende gibt. Nik Hug und Mario Segalla zählen zu einer Szene von vielleicht 200 Malern, die in Zürich alte Fabrikhallen besuchen, um dort ihre vergänglichen, weil immer wieder übermalten, Werke zu gestalten. Sie haben eine eigene Ausdrucksform gefunden. Alles spielt sich ausserhalb des kommerziellen Galeriekunstbetriebs ab. „Wir malen aus innerem Antrieb, weil wir etwas erschaffen wollen, weil wir eine unbändige Lust haben“ sagt Nik Hug. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass die beiden Berufstätigen eine Ferienwoche für die Arbeit in Uznach aufwenden. Zu Gast im P-Faktor, ein Freiraum an der Obergasse 10, werden sie das Ergebnis an der Vernissage vom 30. Juli 2006, 16.00 – 20.00 Uhr mit Freunden und Kunstinteressierten feiern. Schon jetzt sind Besucherinnen und Besucher herzlich willkommen, am Entstehungsprozess teilzuhaben.

Das Projekt reiht sich nahtlos an das erste Experiment im Freiraum P-Faktor ein. Während den Uznacher Kunsttagen hatte die Eschenbacher Künstlerin Karin Reichmuth das leerstehende Ladenlokal in Beschlag genommen.




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